Wenn mir die Ideen ausgehen, oder wenn ich alle Techniken und klassische Motive ausgereizt habe, versuch ich gern mal Freihand die Kamera zu bedienen (wie z.b. hier in Shibuya). Das heisst dann, dass ich die Kamera nur auf Hüfthöhe platziere, grob die Richtung mit der Linse erfassen und ohne durch den Sucher zu schauen abdrücke. Das hat manchmal ganz überraschende Ergebnisse. Zudem sieht man nicht, dass ich fotografiere, d.h. die Leute kriegen es nicht mit und verhalten sich ganz natürlich.
Als ich in Shimokitazawa unterwegs war, gingen mir gegen Abend hin die Ideen aus. Ich stellte mich also vor den Bahnhof und versuchte die wartende Gesellschaft, die sich hier gemeinsam trifft um eine aufregende Nacht in den Bars rund um Shimokita zu verbringen, abzulichten. Ein Bild davon hatte ich ja schonmal hier im Blog, hier nun der Rest der Momentaufnahmen vom Abend.
[…] This post was mentioned on Twitter by Chrishimself, Fritz Schumann. Fritz Schumann said: new blog post: moments in Shimokitazawa without looking through the lens, freehand http://wp.me/pBgeH-cN […]
Wow für “aus der Hüfte geschossene” Photos sind die genial. Vor allem das Vorletzte mit dem behuteten Mädel könnte glatt als Cover eines Werkes über Isolation in der Großstadt durchgehen…
joh wirklich gelungen!Benutzt du in solchen Momenten dann die Autofokusfunktion der Kamera?
Deine Bilder scheinen übrigens meine persönliche Beobachtung zu bestätigen im Gegensatz zu Deutschland warten in Japan die Mädels immer auf die Kerle. 😉
Sehr schöne Fotos! Bevor ich nach Japan reise, muss ich mir auch unbedingt eine gute Kamera kaufen, um dann in meinem Blog ebenfalls Bilder zu zeigen.
4 von den 6 sind spitze
Hey Fritz,
bin seit längerem mal wieder auf Deinem Blog.
Die Serie, in der Du aus der Hand frei fotografiert hast, gefällt mir.
Der unscheinbare Moment, diese Ehrlichkeit und der Zufall den diese Bilder tragen, ist stark. Der Fokus rückt immer eine Person in den Vordergrund und ist damit das Stilmittel, was mir dabei besonders auffällt, ist das Unwissen der Leute (wie Du im Blog Eintrag beschreibst), Ihr Verhalten rückt sie dabei aus der Masse, als springe ein Fisch aus einem Schwarm. Die suchenden Blicke, manchmal ins Leere, manchmal fragend, zeigen den Geist einer Millionenstadt wie Tokyo. Mittendrin, aber irgendwie doch verloren.
Haste noch mehr dieser Bilder?
Viele Grüße,
Stefan 🙂